FAQ

Die häufigsten Fragen


Warum braucht es einen eHealth Connector?

Im eHealth-Umfeld auf anerkannte Standards zu setzen, wird allgemein sehr begrüsst und ist teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben. Doch das nötige Knowhow fehlt häufig, und wegen der hohen Komplexität kann man es auch nicht so schnell erlangen. Oft wird deshalb dann auf proprietäre Lösungen zurückgegriffen, die untereinander nicht interoperabel sind. Der eHealth Connector als einfach zu handhabende Programmierschnittstelle senkt die Eintrittshürde in die Welt der eHealth-Standards und setzt dadurch einen Anreiz für ein harmonisiert vernetztes Gesundheitswesen.

 

Kann ich den eHealth Connector gebühren- und lizenzfrei beziehen?

Ja. Der eHealth Connector ist eine sogenannte FOSS, free and open source software. Er ist kosten- und formlos auf GitLab verfügbar. Wie bei FOSS üblich, gelten aber die Lizenzen für Freie Software. Im Fall des eHealth Connectors sind das die Eclipse Public License v1.0 für den Quellcode und die Creative Commons Lizenz vom Typ «Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Lizenz 4.0» für die Dokumentation.

 

Muss ich meine selbst entwickelten Erweiterungen des Connectors teilen?

Nein. Aber das Prinzip «Geben und Nehmen» gehört zur Natur eines freien Open-Source-Projekts. Funktionen und Module werden sinnvollerweise gemeinsam erarbeitet und sind dann offen für alle Nutzerinnen und Nutzer. Das gilt auch für Erweiterungen. Kommerzielle Produkte, die Teile des eHealth Connectors nutzen müssen selbstverständlich nicht offengelegt werden.

 

Wer steckt hinter dem eHealth Connector?

Als Open-Source-Projekt wird der Connector grundsätzlich von den interessierten Akteuren getragen, die sich in der Interessengemeinschaft (IG) eHealth Connector zusammengeschlossen haben. Diese Gruppe steht allen interessierten Personen und Organisationen offen. Das Sekretariat wird von der IHE Suisse geführt. IHE Suisse ist die Schweizer Länderorganisation der internationalen Initiative «Integrating the Healthcare Enterprise» (IHE) und stellt unter anderem die Wartung sicher, indem immer wieder regelmässig qualitätsgesicherte Releases publiziert werden. eHealth Suisse, die Schweizer Kompetenz- und Koordinationsstelle von Bund und Kantonen, finanziert den grundlegenden Support, damit Nutzer des eHealth Connectors rasch eine Antwort auf offene Fragen erhalten.

 

Wie kann ich mitmachen?

Treten Sie der Googlegruppe «ehc-implementors» oder der «IG eHealth Connector» bei. Sie können den Code natürlich auch ganz still und leise kostenlos herunterladen, aber mit einem Beitritt zu diesen Gruppen bleiben Sie am Puls und können dadurch mehr profitieren. Arbeitssprache ist Englisch.

 

Warum soll ich an einer Open-Source-Community teilnehmen und mitarbeiten, wenn diese doch öffentlich finanziert wird?

IHE Suisse und eHealth Suisse decken nur die Grundkosten ab, damit minimale Wartung und Support für den eHealth Connector garantiert ist. Weiterentwicklungen sind in diesem Rahmen nicht möglich und erfordern zusätzliches Engagement. Mit Ihrer Teilnahme in der IG eHealth Connector sind Sie regelmässig informiert und können den Connector so mitgestalten, wie er Ihnen am besten nützt.

 

Werden mit dem eHealth Connector nicht Marktangebote verdrängt? Mehrere Schweizer Softwarefirmen bieten schliesslich Adapter für dieselben Funktionen an.

Nein, der eHealth Connector ist möglicherweise sogar die Basis einiger dieser Adapter und erlaubt gerade die Etablierung von Produkten. Um die Interoperabilität im Gesundheitswesen voranzutreiben, ist der Einsatz von Standards unverzichtbar und der eHealth Connector eine gute Hilfestellung. Das Credo lautet: Zusammenarbeit bei Standards, Wettbewerb bei Produkten. Es ist jeder Gesundheitseinrichtung und jedem IT-Anbieter freigestellt, ob sie die vorgegebenen Standards mit eigenem Fachwissen umsetzen, eine bestehende Open-Source Komponente einsetzen oder ein kommerzielles Produkt beschaffen.

 

Ich möchte mehr erfahren. Gibt es Schulungen oder Kurse zum eHealth Connector?

Ja. Das Wiki zum eHealth Connector bietet ausführliche Informationen für Entwicklerinnen und Entwickler. Für alle Funktionalitäten gibt es Demo-Applikation in Java und .Net, ausserdem stehen Leitfäden und Empfehlungen zur Verfügung. Auf Anfrage bieten einige Firmen Kurse und Schulungen an. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

Testimonials


«Für die österreichische Gesundheitsakte ELGA hat sich der Connector mit der CDA-Validierungs-Engine hervorragend bewährt. Die länderspezifische Erweiterung bildet eine hervorragende Basis für eine Anbindungs-Lösung.»
Stefan Sabutsch, ELGA GmbH

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«Der Einsatz des EPD durch Gesundheitsfachpersonen wird durch den eHealth Connector erheblich erleichtert, indem die EPD-Integration in ihre Primärsysteme vereinfacht wird, insbesondere für die Überwachung der Medikation.»
Patrice Hof, secrétaire général de CARA

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«Der eHealth Connector erlaubt den Softwareherstellern eine schnelle, korrekte und günstige Anbindung ihrer Produkte an eHealth-Gemeinschaften, ohne dass deren Softwareentwickler über vertieftes Fachwissen zu eHealth-Standards verfügen müssen.»
Tony Schaller, medshare GmbH

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«Die Interoperabilität im Gesundheitswesen funktioniert nur mit etablierten Standards. Der Connector ist ein einfacher Einstieg in diese Welt.»
Nicolai Lütschg, Präsident IHE Suisse

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«Der eHealth Connector bietet eine Schnittstelle, wie es sie in einem digital vernetzten Gesundheitswesen braucht.»
Adrian Schmid, Leiter eHealth Suisse

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«Die Interoperabilität im Gesundheitswesen funktioniert nur mit etablierten Standards. Der Connector ist ein einfacher Einstieg in diese Welt.»
Nicolai Lütschg, Präsident IHE Suisse

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«Mit dem eHealth Connectors haben wir das eImpfdossier in der Praxissoftware implementieren und den Aufwand im Arbeitsalltag stark reduzieren können.»
Franz Marty, Hausarzt, Medizinisches Zentrum gleis d

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«Der eHealth Connector ist der Stecker in die eHealth-Welt: zu eImpfdosser, eMedikation, eLaborbefund – und so vielem mehr.»
Cornelia Schmid, Beraterin für Medizininformatik

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«Der eHealth Connector stellt Tausende Code-Zeilen schon zur Verfügung. Das spart uns Zeit und Arbeit und reduziert die Hürden in die digitale Gesundheitswelt.»
Roeland Luykx, Arpage AG

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«Mit dem Inkrafttreten des EPDG und dem Ersatz unserer tief integrierten EPD-Plattform migrieren wir zu IHE-basierten Schnittstellen. Der eHealth Connector erlaubt uns diesen Schritt auf schnelle, einfache und sichere Art.»
Stéphane Spahni, Universitätsspitäler Genf HUG

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«Kostenlose Open-Source ist ein Treiber für alle Arten von Projekten, auch für kommerzielle Entwicklungen. Deshalb gehören auch wir zur Community des eHealth Connectors.»
Michael Onken, CEO Open Connections GmbH